Baum des Jahres 2026


Frau Ollmann durfte als Erstes angießen.


Tag des Baumes 2026: NABU Delmenhorst pflanzt Zitterpappel auf dem evangelischen Friedhof

Am 25. April 2026, dem Tag des Baumes, pflanzte der NABU Delmenhorst den diesjährigen „Baum des Jahres" – eine Zitterpappel (Populus tremula) – auf dem evangelischen Friedhof an der Wildeshauser Straße in Delmenhorst.

Wie schon in den vergangenen Jahren wurde der Baum von Frau Waltraud Ollmann gesponsert, die den NABU Delmenhorst mit dieser schönen Geste seit vielen Jahren treu unterstützt. Auch diesmal wurde der Baum wieder einem besonderen Kind aus Familie oder Bekanntenkreis gewidmet und trägt zur Erinnerung ein liebevoll selbstgemachtes Namensschild.

Für den passenden Standort sorgte erneut Friedhofsleiter Ralf Behrmann, der auch künftig zusammen mit den anderen Gärtnern den jungen Baum pflegen und begleiten wird.

 

 

Die Zitterpappel – Baum des Jahres 2026

 

Die Zitterpappel, auch Espe genannt, ist ein echtes Multitalent unserer Wälder. Kaum ein anderer Baum reagiert so sensibel auf den Wind: Schon ein sanftes Lüftchen lässt ihre Blätter lebhaft flirren und zittern – ein Schauspiel, das ihr sogar eine eigene Redewendung eingebracht hat: „Du zitterst ja wie Espenlaub".

Doch die Zitterpappel kann weit mehr, als nur zu beeindrucken. Als robuste und anspruchslose heimische Pionierbaumart erobert sie schnell offene Flächen und spielt damit eine Schlüsselrolle bei der Wiederbewaldung nach Stürmen, Bränden oder Kahlschlägen. Über Wurzelausläufer bildet sie rasch neue Bestände und trägt so aktiv zur natürlichen Regeneration unserer Wälder bei. Gerade im Klimawandel zeigt sie ihre Stärke: anpassungsfähig, widerstandsfähig und zukunftsfähig.

Gleichzeitig ist sie ein echter Hotspot der Artenvielfalt: Über 60 Schmetterlingsarten nutzen ihre Blätter als Nahrungsquelle für ihre Raupen – einige davon sind sogar auf Pappeln spezialisiert. Vielleicht ist ja sogar „Die kleine Raupe Nimmersatt" dabei? In ihrem weichen Holz finden Spechte ideale Bedingungen für den Bau ihrer Höhlen, und zahlreiche Singvögel profitieren von dem reichen Nahrungsangebot.

Die Zitterpappel zeigt eindrucksvoll, wie wichtig heimische Baumarten für stabile, vielfältige und klimafitte Wälder sind – und warum ihr Schutz und ihre Förderung heute wichtiger sind denn je.

 

Der NABU Delmenhorst bedankt sich herzlich bei Frau Waltraud Ollmann für ihre langjährige Unterstützung sowie bei Herrn Ralf Behrmann und dem Team des evangelischen Friedhofs für die gute Zusammenarbeit.


Zitterpappel

Bild einer schon ausgewachsenen Zitterpappel aus dem Tiergarten, Delmenhorst.

Pflanzung

Gepflanzt wurde sie im linken hinteren Bereich des Friedhofes.

 

Pflanzung

Kräftiges Wässern ist immer wichtig nach der Pflanzung. In der folgender Zeit werden sich die Mitarbeiter unter der Leitung von Herrn Behrmann darum kümmern. 

 




Baum des Jahres 2025

Frau Ollmann, Henni, ihre Familie und NABU Mitglieder "feiern" den Baum des Jahres. 


Tag des Baumes 2025: NABU Delmenhorst pflanzt Amerikanische Roteiche auf dem evangelischen Friedhof

Am Tag des Baumes 2025 pflanzte der NABU Delmenhorst den „Baum des Jahres" – eine Amerikanische Roteiche (Quercus rubra) – auf dem evangelischen Friedhof an der Wildeshauser Straße in Delmenhorst.

Es war bereits das siebte Mal, dass der Delmenhorster Ortsverein den Baum des Jahres auf dem Friedhof gepflanzt hat. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde der Baum von Frau Waltraud Ollmann gesponsert, die den NABU Delmenhorst mit dieser schönen Geste seit vielen Jahren treu unterstützt. Gewidmet wurde der Baum der kleinen-großen Henni (geb. 2016) aus Familie und Bekanntenkreis, die zur Erinnerung mit einem liebevoll selbstgemachten Namensschild verewigt wurde, welches sie selbst in der Baumkrone befestigte.

Für den passenden Standort sorgten wieder der Leiter des Friedhofes Herr Ralf Behrmann und die Gärtner, die den Baum zusammen mit den NABU-Mitgliedern, Frau Ollmann und Gästen an einem neuen Platz zwischen den Gräbern einpflanzten und sich seither um ihn kümmern.
Danach wurde der Baum und die Pflanzaktion ausgiebig begossen, mit Wasser (für den Baum), O-Saft und Sekt.

 

Die Amerikanische Roteiche – Baum des Jahres 2025

Die Roteiche ist mit bis zu 35 Metern ein echter Riese unter den Laubbäumen. Ihre ursprüngliche Heimat liegt in Nordamerika: im südlichen Ontario und den östlichen Bundesstaaten der USA, wo sie in den Appalachen sogar in Höhenlagen bis zu 1600 Metern vorkommt.

Nach Europa kam die Roteiche vor rund 300 Jahren über Frankreich. Zunächst wurde sie vor allem in Parks, botanischen Gärten und herrschaftlichen Alleen angepflanzt – ein forstwirtschaftliches Interesse entwickelte sich erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Heute ist sie als Kulturforstpflanze von Südskandinavien bis Nordspanien, von Südengland bis in die Ukraine und weit darüber hinaus verbreitet.

In Zeiten des Klimawandels gewinnt diese Baumart zunehmend an Bedeutung: Ihre Fähigkeit, auch auf trockenen Standorten gut zu gedeihen, macht sie zu einem wichtigen Bestandteil zukunftsfähiger Wälder. Ein besonderer Vorteil: Als sogenannter „Feuerriegel" bremst ihr schwer entzündliches Laub – auch das der Vorjahre – die Ausbreitung von Waldbränden.

In Delmenhorst ist die Roteiche bereits an mehreren Stellen zu finden, unter anderem an der Stedinger Straße, im Stadion und im Tiergarten. Ihre ganze Pracht entfaltet sie im Herbst, meist um den 20. Oktober herum, wenn sich ihr Laub in einem spektakulären Farbenspiel aus Rot-, Orange- und Gelbtönen zeigt.

 

 

Der NABU Delmenhorst bedankt sich herzlich bei Frau Waltraud Ollmann für ihre langjährige Unterstützung sowie bei den Gärtnerinnen und Gärtnern des Friedhofs für die gute Zusammenarbeit.


Zitterpappel

Henni hängt ihr Namenschild an "ihren" Baum.

Pflanzung

Gepflanzt wurde die Roteiche im rechten vorderen Bereich des Friedhofes. Frau Ollmann sorgt für Stabilität bis der Baumpfahl kommt. 

 

Pflanzung

Rolf Nordbruch kümmert sich um die exakte Ausrichtung des Baumes. So kann der Baum dem Wind trotzen. 

 


Zitterpappel

Mitglieder des NABUs bereiten das Pflanzloch vor. 

Pflanzung

 

Danach wurde ausgiebig gewässert. 

Pflanzung

Hier sieht man das Namenschild. Dieses Jahr war es für Henni. 

 


Fotos: Carola Schewe-Kinder